Donnerstag, 25. Juni 2009Demokratie 2.0Dies ist wirklich eine spannende Zeit - hätte ich vor wenigen Jahren noch nicht zu denken gewagt, dass ich ernsthaft über einen Wechsel im politischen System nachdenken würde, so hat sich dies in letzter Zeit massiv verändert. Für mich ist die Demokratie fraglos die bestmögliche Regierungsform - wie jedes Konzept hat sie Vor- und Nachteile, aber es ist definitiv so, dass mit Abstand die Vorteile überwiegen. Das ging sogar so weit, dass ich zeitweise auf Kreisebene in einer der etablierten deutschen Parteien involviert war. Aber schon damals fing ich an zu lernen, dass unsere lieben Vertreter (in diesem Fall im Kreistag) viel zu sehr mit der eigenen Verwaltung und den internen Machtspielchen beschäftigt waren, als auf den Bürger zu hören. Wobei das natürlich auf Kreisebene noch relativ gut funktioniert - man trifft sich ja auf der Straße. Was nun aber unsere großen Parteien im Moment aktiv dafür tun, unsere einstmals hervorragende Demokratie auszuhöhlen, ist ein wahres Trauerspiel. Es werden zunehmend Entscheidungen getroffen, die ganz offensichtlich gegen den Willen der Wähler und vor allem auch gegen das Grundprinzip der freiheitlichen demokratischen Grundordnung verstoßen. Das Verfassungsgericht muss immer öfter unsere Volksvertreter daran "erinnern", dass das Grundgesetz so die eine oder andere Regel beinhaltet, die man nicht einfach so per Gesetz aushebeln kann. Aus Sicht der Generation C64, wie man mich (uns) momentan gerne betitelt, fühlt man sich immer weniger, als wäre man ein vollwertiger Bürger dieses Staates. Viel beachtet zumindest innerhalb der Netzwelt wurden über 130.000 Unterzeichner für die Petition gegen das Gesetz zur Etablierung einer Zensur-Infrastruktur (ich nenne es mit Absicht nicht "Kinderpornograpie-Gesetz" - denn genau dagegen hilft es leider nicht...). Und dann wird das Gesetz trotzdem durchgewunken. Ursula von der Leyen - im Netz "Zensurula" genannt - wird auch in einem generell lesenswerten Interview hierzu angesprochen - Ihre Antwort:
Hier hat also eine bisher undenkbare Menge an Bürgern** öffentlich die eigene Meinung geäußert - aber da haben wieder nur ein paar Kinderchen auf einen Knopf gedrückt. Es tut mir ehrlich Leid, aber die Basis unserer Verfassung / unseres Grundgesetzes ist mittlerweile bereits so unterhöhlt, dass ich diese mittlerweile in wirklicher Gefahr sehe - die Häufung und zunehmende Vertiefung dieser Eingriffe ist mehr als bedenklich. * Was assoziieren wohl jene Leute damit? Richtig, dass sind doch alles pickelgesichtige jugendliche Spinner, lass die erstmal erwachsen werden. Ich bin 32, zahle mehr Steuern als viele andere und haben einen deutschen Pass... ** Die Petition zum Benzinpreis, welche mehr Unterzeichner hatte, ignorieren wir hier mal - wenn ich eine Petition starte, dass man jedem Bürger 10.000 EUR schenken soll, dann kriege ich dafür bestimmt auch viele Freunde... Freitag, 16. März 2007Alles Kohlendioxid hierGeht momentan tatächlich ein Ruck durch die Menschheit? Werden wir alle zu Umweltschützern und retten damit die Welt? Oder ist das mal wieder ein Strohfeuer, das in ein paar Wochen vorbei ist? Seit nunmehr einigen Wochen überschlagen sich alle Institutionen mit guten Ideen, wie man eine Klimakatastrophe noch abwenden oder zumindest abmildern könnte. Ausgelöst wurde dies alles ja bekanntlich durch den Weltklimabreicht der UNO, der sehr eindringlich vor dramatischen Änderungen warnt. Interessant aus meiner Perspektive ist hierbei die aktuelle Versteifung auf genau einen einzigen Aspekt der Umweltverschmutzung: das CO2. Jeder von uns atmet es jeden Tag aus und es ist das Ergebnis von Verbrennungsvorgängen. Aber wenn wir nun alle mit CO2-armen Autos durch die Gegend fahren (so wie ich, aber das ist ein anderes Thema...) und Energiesparlampen in die Fassungen schrauben - wird dann alles besser? Ist das wirklich unser einziges Problem? Oder entlassen wir nicht auch noch hunderte oder gar tausende andere Probleme? Spontan muss ich an Dinge wie Ruß, Müllberge oder generell die Wasserverschmutzung durch Abwässer denken. Aber da gibt es noch genug andere Baustellen... Letztlich ist es ja gut, das zumindest eines der großen Themen mal angegangen wird (mal sehen, wie nachhaltig das alles ist), aber ich denke noch an die Zeiten der FCKWs zurück - damals gab es auch nur dieses eine Thema (und es wurde letztlich sogar gelöst), aber alle anderen Aspekte waren halt nicht so wichtig? Oder wer erinnert sich noch an die Zeiten, wo Phosphat in Waschmitteln das Ende der Welt beschwörten? Ach ja, lange, sehr lange kein Eintrag hier, ich gebe es ja zu - aber meine Hauptschreibzeit am Wochenende ist momentan sehr mit anderen Dingen belegt. Mal schauen, wie oft ich in der nächsten Zeit wieder dazu komme - vor allem wieder längere Artikel mit mehr Quellen (ich bin gerade nicht motiviert, Links zu den Themen hier rauszubuddeln). Donnerstag, 31. August 2006"Berlin ist doch nur Durchschnitt"Aktuell gibt es hier im Großraum Berlin eine riesige Diskussion zu einem Interview, welches der heisige Finanzsenator Sarrazin der Zeit gegeben hat. Das Zitat in der Überschrift stammt aus diesem Interview, ebenso Sätze wie
oder
Was soll ich dazu sagen? Der Mann hat Recht! Dienstag, 22. August 2006Generelles Rauchverbot? Ja bitte!Aktuell wabert eine generelle Diskussion durch Deutschland: Sollen Raucher aus öffentlichen Gebäuden und auch aus Restaurants ausgeschlossen werden? Meine klare und kurze Meinung: JA! Ich finde es immer wieder erstaunlich, mit welch unglaublicher Arroganz Raucher das Recht für sich beanspruchen, überall die Umwelt zu verpesten. Gerne hört man dann so Kommentare wie: "Wenn es Dich stört, dann geh doch weg" oder es wird auf die persönliche Freiheit gepocht. Aber seien wir mal ehrlich: Wohin soll man als Nichtraucher gehen, wenn man lecker essen gehen und keinen Rauch möchte!? Und woran liegt das? Sobald ein Restaurantbesitzer auf die Idee kommt, das Reuchen einzuschränken oder gar ganz zu verbieten, laufen ihm die rauchenden Kunden und heftigem Gezeter weg. Daher muss ein Gesetz her, denn wenn nirgends mehr geraucht werden darf, dann entsteht dem einzelnen Lokal auch kein finanzieller Nachteil. Und bitte, was soll das mit der "persönlichen Freiheit"? Klar kann ein Raucher paffen, so viel es ihm beliebt, aber:
Und meine persönliche Freiheit ist eingeschränkt, wenn meine Gesundheit durch Passivrauchen gefährdet wird, meine Möglichkeit zur angenehmen Entspannung durch stinkenden Rauch behindert wird und auch meine Reinigungskosten steigen, damit ich diesen ekelhaften Gestank aus den Klamotten kriege! Dienstag, 22. August 2006Neue Kategorie: Die persönliche MeinungIn dieser neuen Kategorie werde ich grundsätzliche Standpunkte zu aktuellen Themen darlegen. Allerdings wird es sich hier ausschließlich um subjektive Ansichten handeln, eine objektive Recherche werde ich in diesem Bereich wenig bis überhaupt nicht extra durchführen. Hier sollen vor allem schnelle und polarisierende Gedanken veröffentlicht werden, ohne dass mich die Hintergrundrecherche stunden- oder tagelang aufhält.
(Seite 1 von 1, insgesamt 5 Einträge)
|
Blog abonnierenNeueste Beiträge
KategorienSucheVerwaltung des Blogs |

Kommentare